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Glossar

New Orleans-Jazz

Die Musik, wie sie im alten New Orleans gespielt wurde, unterscheidet sich überraschend stark von dem Stil, der uns Europäern als Dixieland so vertraut scheint. Letzterer erhielt seine heutige Form nämlich erst über verschiedene Umwege und Zwischenstationen, darunter natürlich Chicago und New York, doch hat gerade das Revival der 50er und 60er Jahre in Europa den scheinbar so traditionellen Jazz noch einmal sehr verändert. Der eigentliche N.O.-J. verfügt neben einem eigenständigen Repertoire auch über eine spezielle rhythmische Qualität (z.B. den berühmten Second Line-Rhythmus der Marching Bands), die im R&B der 50er (Fats Domino) und im Funk der 70er (The Meters) in neuer Form wieder auftaucht. Weiterhin ist die für das europäische Ohr ziemlich schräge Intonation der Brass Bands ein typischer „Schmäh“ der New Orleans-Musik, der gar nicht so einfach zu imitieren ist.