Glossar

Montreux-Festival

Dies war, wie manch einer vielleicht weiß, der Rahmen, in dem ursprünglich das Feuer ausbrach, das dann als Smoke on the Water um die Welt rauchte. Seit 1967 gibt es das Musikfestival in Montreux, einem nicht gerade riesigen Ort in der Schweiz. Von Anfang an treten hier Weltstars auf, die vom Direktor Claude Nobs scheinbar ohne große Probleme engagiert werden. Daran hat sich bis heute nichts geändert – außer, dass Mainstream-Jazz (im Sinne irgendeiner Musik, die sich auch nur entfernt dem Bebop-Idiom verpflichtet fühlt) hier nur noch seltenst auf die Bühnen kommt. Alles, was einen Namen hat, steht hier garantiert irgendwann auf der Bühne. Ansonsten zeichnet sich das Festival vor allem durch Wachstum aus: der teilnehmenden Musiker, der teilnehmenden Nationen, der Zusammenarbeit mit anderen Festivals (Newport, Detroit, Sao Paulo u.a.), der Zuschauerzahlen und der musikalischen Stile. Längst ist deshalb Montreux zu einem Mekka für Jazzfans, aber auch für Anhänger anderer Richtungen wie Blues und Rock, geworden. Interessant sind auch das OFF Festival, die Latin- und die Akustik-Veranstaltungen. Und wem das noch nicht reicht, der sehe bei einem Workshop im Rahmen des Montreux-Festivals hinein.