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Glossar

Wesley, Fred

Eigentlich galt das Interesse des jungen Fred dem Jazz und dem Bebop, aber es kam alles etwas anders. Nach einigen musikalischen Erfahrungen, auch zusammen mit seinem Vater, einem Bandleader und High-School-Lehrer, reüssierte Fred im Alter von 17 Jahren bei Ike and Tina Turners Band, damals einer der kommenden Top Acts des Rhythm&Blues. Anschließend spielte er – so war das damals eben üblich – während seiner Armeezeit bei der 55th Army Band. Erst im Jahr 1968 kam es zum eigentlichen Schallplattendebüt des jungen Posaunisten aus dem Tiefen Süden: Das war aber dann gleich eine der zweifellos historischen Aufnahmen des 20. Jahrhunderts, nämlich kein geringerer Song als James Browns Say It Loud: I’m Black and I’m Proud! Von den Mitgliedern der Original J.B.’s können sich sowohl Wesley als auch der Tenorist Pee Wee Ellis rühmen, den Sound des Godfather maßgeblich mitgeprägt zu haben. In den 70er Jahren spielte der Posaunist zwei Alben mit einer Band unter eigenem Namen (Fred Wesley and the New J.B.’s) ein, sowie einige weitere Alben mit der Band The J.B.’s. Des weiteren gehörte er zu den im wahrsten Sinne des Wortes Horny Horns (zusammen mit Maceo Parker, Rick Gardner und Richard "Kush" Griffith) welche zwei Alben unter eigenem Namen einspielten, und das sagenhafte P-Funk Mothership um George Clinton (Parliament, Funkadelic) begleitete, dem damaligen Superact in der Black Music. Ebenso arbeitete er mit dem Bassisten William "Bootsy" Collins zusammen, der gleichfalls Mitglied der Original J.B.’s gewesen war. 1980 schließlich veröffentlichte Curtom, das Label eines weiteren Soul-Stars (nämlich Curtis Mayfield), die Platte House Party, die zu einem richtiggehenden Hit für Fred Wesley werden sollte. Die 90er Jahre sahen das Comeback der J.B. Horns mit Pee Wee Ellis und Maceo Parker. In der Band des letzteren war Wesley ein geradezu unentbehrliches Mitglied, wie auf der DVD und dem Album Soundtrack wunderbar dokumentiert ist. Seit den 90erJahren gibt Fred auch mit einer eigenen Jazzband Konzerte und spielt Aufnahmen ein, gehört aber nach wie vor zu den funkigsten Bläsern: Let’s Have A House Party, Fred!