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Glossar

Teagarden, Jack

Big T steht als Type anderen Jazz-Originalen eigentlich in nichts nach. Genau wie Lester Young befleißigte sich der Posaunist z.B. einer höchst individuellen Sprechweise, deren teilweise völlige Unverständlichkeit von einer Mischung aus Alkohol, Marihuana, Bequemlichkeit und Kaugummi herzurühren scheint. Genauso lässig phrasierte er übrigens als ziemlich guter Sänger, der er war, seine Texte: er verfremdete die Worte in ähnlicher Weise wie Billie Holiday die Melodien. Über all seinen sympathischen Charakterzügen vergisst man leicht, dass J.T. auch einer der besten Posaunisten des älteren Jazz war, der als New Yorker Studiomusiker sowohl archaischen tailgate style als auch die virtuose „lyrische“ Posaune à la Tommy Dorsey abliefern konnte. Und das hielt ihn nicht davon ab, letztlich noch einen sehr persönlichen J.T.-Stil zu haben, der genauso lässig klingt wie sein verbaler Duktus, weshalb man nicht merkt, wie anspruchsvoll er eigentlich ist.