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Glossar

Taktart

Die T. eines Stückes wird in der Notenschrift gleich zu Beginn zusammen mit der Tonart angegeben. Dies geschieht in einer Form, die einem mathematischen Bruch sehr ähnlich sieht und auch so ausgesprochen wird (z.B. Dreivierteltakt), was etwas irreführend ist. Denn wenn als T. etwa 7/8 vorgezeichnet ist, dann ergeben eben diese sieben Achtel, nicht etwa deren acht, ein Ganzes – sprich den kompletten Takt. Im „Nenner“ des Bruchs ist angegeben, welcher Notenwert als Beat empfunden wird, im „Zähler“ steht, wie viele davon den Takt füllen. Es gibt einige traditionelle Bezeichnungen für sehr gängige T.en, von denen im Jazz noch cut time in Gebrauch ist, für den 2/2-Takt (den man in der Klassik als alla breve kennt). Die mit Abstand gebräuchlichste T. im Jazz ist der 4/4-Takt, der mit dieser Musik vielleicht überhaupt seine exemplarische rhythmische Form gefunden hat. Doch haben etliche bedeutende Musiker immer wieder mit ungeraden Taktarten (odd meters) wie 5/4, 7/8 etc. gearbeitet, darunter Dave Brubeck, Don Ellis, John McLaughlin und Steve Coleman.