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Glossar

Griffin, Johnny

In die Community des Swing kam der schwarze Tenorsaxophonist Johnny Griffin durch Lionel Hamptons Big Band, wo er von 1945 bis 1947 spielte. Im Laufe der Zeit arbeitete er mit allen zukünftigen Größen des aufkommenden Hard Bop zusammen und gehört zu denen, die sich nicht beklagen wollen. Diese positive Energie merkt man auch seiner Musik an, nicht zuletzt galt der kleinwüchsige Johnny Griffin als "Little Giant", der sich mit unglaublicher Schnelligkeit und Intensität zugleich durch die Musik zu bewegen wusste: Selbst einen John Coltrane konnte er in der Band des exzentrischen Thelonious Monk würdig vertreten. "Der schnellste Tenorist der Welt", so kündigte man ihn seinerzeit an. Und als ob das nicht sebst schon sinnfrei genug gewesen wäre, entblödete die AMIGA, das gute alte staatliche Plattenlabel der selig dahingegangenen DDR sich nicht, diese Großkotzigkeit im festen Glauben an die allseitige Überlegenheit des real existierenden Sozialismus zu präzisieren: "... der westlichen Welt". Von den USA nach Europa und zurück in die USA hat es ihn getrieben, doch seit den 80ern lebte er vorwiegend in Frankreich.