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Glossar

Akkordskalentheorie

In den späten 50ern war das Phänomen Jazz-Improvisation sehr komplex geworden, und obendrein gab es erste erfolgreiche Ansätze, diese Musik akademisch lehrbar zu machen. Die A. (engl. chord scale theory), wie sie zuerst am Berklee College intensiv entwickelt und gelehrt wurde, landete einen wirkungsgeschichtlichen Volltreffer. Aus den ersten Ergebnissen der modalen Improvisationstechnik, verbunden mit der herkömmlichen Funktionsharmonik, wurde die ganz plausibel klingende Synthese abgeleitet, dass es in jeder harmonisch-melodischen Situation zu jedem Akkord genau eine passende Tonleiter gibt. Dummerweise wussten die älteren Musiker das noch nicht, und deswegen sind Analysen von Soli etwa Louis Armstrongs oder Charlie Parkers im Sinne der A. oft etwas bemüht.