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Glossar

Akkorderweiterung

Ein Akkord wird von Jazzmusikern gedanklich meistens in einer normierten, vierstimmigen Form aufgefasst. In der Praxis ergibt sich aber allein schon aus der Machart von Melodien, die von Jazzern als besonders reizvoll empfunden werden, die Notwendigkeit, Klänge aus mehr als vier Stimmen zu konstruieren. Alles, was dabei über die Funktionstöne des Klangs hinausgeht, wird dabei als A. betrachtet. Seit seinen Anfängen hat der Jazz eine Reihe von Wendungen entwickelt, die die Behandlung dieser sog. upper structures (Nonen, Undezimen, Tredezimen) betreffen. Manche davon sind ziemlich typisch für bestimmte Stilistiken (wie z.B. die Verwendung der reinen None in möglichst vielen Situationen, die unter Swing-Musikern recht beliebt war), andere sind von allgemeinerer Verwendbarkeit. Obwohl es sich bei der Quinte eines Akkordes nicht um eine eigentliche upper structure handelt, wird deren Alteration ebenfalls als A. behandelt.