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Glossar

Alteration

Das aus dem Lateinischen abgeleitete Wort bedeutet zunächst einmal nur ganz einfach „Veränderung“. In der Harmonielehre wird damit der Vorgang bezeichnet, die aus der Diatonik aufgebauten Akkorde einer Tonart mit chromatischen Tönen anzureichern. In der Praxis wird der Begriff in den allermeisten Fällen auf die Struktur dominantischer Akkorde angewendet: abgesehen von den Funktionstönen Grundton, Terz und Septime werden alle anderen denkbaren Akkordtöne von Jazzmusikern leidenschaftlich gerne alteriert. Jedoch ist die Art und Weise, wie dies geschieht, alles andere als beliebig und trägt starke stilgebundene Konnotationen mit sich: ein typischer Bebopper arbeitet anders mit A.en als ein Coltrane-Eleve. Deswegen ist es nicht ratsam, über jeden Dominantakkord einfach die von der melodischen Molltonleiter abgeleitete sog. „alterierte“ Skala zu spielen in der Hoffnung, dann auf jeden Fall hip zu klingen.